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Date(s) - 15/08/2026 - 16/08/2026
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Ende Gelände 2015 war eine Großaktion der Anti-Kohlekraft-Bewegung zur Besetzung des Braunkohletagebaus Garzweiler von RWE Power durch Aktivisten für den Klimaschutz. Am 15. August 2015 blockierten bis zu 1000 Menschen in einer Aktion des zivilen Ungehorsams den Betrieb im Tagebau.Der Polizeieinsatz mit über 30 Verletzten und die enge Kooperation von Polizei und RWE-Wachschutz waren anschließend Thema des Innenausschusses des Düsseldorfer Landtages.
Die Nachfolgeaktion Ende Gelände 2016 fand im von Vattenfall betriebenen Lausitzer Braunkohlerevier statt.
Der Prozess der globalen Klimaveränderung verschärft die Konflikte um sich verknappende Schlüsselressourcen wie Wasser, Böden, Lebensmittel und Energieressourcen. Besonders betroffen seien laut den Aktivisten Menschen im globalen Süden, die unter Katastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen besonders stark leiden würden. Die Aktivisten argumentierten, dass in Deutschland Energiekonzerne wie RWE jahrzehntelang Milliardenprofite machten, während Betroffene in den Tagebaugebieten „unter Gesundheitsschäden, Umsiedlungen und der Abbaggerung ihrer Dörfer“ leiden würden. Die Forderungen nach einem „Green New Deal“ („grünem Kapitalismus“), technischen Lösungen und individuellen Verzichtsappelle seien Augenwischerei, denn die kapitalistische Wirtschaftsordnung mit einem steten Expansionszwang sei unvereinbar mit einer starken Nachhaltigkeit und anderem Wirtschaften. Diese „Wachstums-Logik“ sei der Hauptgrund, weshalb die rot-schwarze Bundesregierung und die rot-grüne nordrhein-westfälische Landesregierung an der Kohleverstromung festhielten.
Die Aktion war eingebettet in verschiedene weitere Veranstaltungen zum Thema. Zwischen dem 7. und dem 17. August 2015 fand ein Klimacamp statt. Am gleichen Ort fand eine Sommerschule zu Degrowth und Klimagerechtigkeit vom 9. bis 14. August 2015 statt.
Die Kampagne wurde von verschiedenen Gruppen organisiert. Neben Einzelpersonen, grün-alternativen Gruppen, Aktive der Antiatombewegung wurde das Projekt auch wesentlich vom antikapitalistischen Bündnis Interventionistischen Linke getragen. Für die Aktion Ende Gelände wurde bundesweit mobilisiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ende_Gel%C3%A4nde_2015
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