Datum/Zeit
Date(s) - 14/06/2024
19:30 - 21:30

Kategorien Keine Kategorien


Vortrag und Diskussion mit Jörg Kronauer

Geht die jahrhundertealte Ära westlicher Dominanz über die Welt zu Ende? Die Frage stellt sich derzeit mehr denn je zuvor. Nicht nur, dass China immer stärker wird und seinen globalen Einfluss immer weiter ausdehnt. Indien strebt ein „asiatisches Jahrhundert“ an; die Türkei geht ihre eigenen Wege zwischen West und Ost. Auch Lateinamerika und Afrika lösen sich mehr und mehr aus der Hegemonie der USA bzw. der früheren europäischen Kolonialmächte. Nichtwestliche Bündnissysteme wie der BRICS-Zusammenschluss oder die Shanghai Cooperation Organisation (SCO) gewinnen an Anziehungskraft. Selbst die Staaten der Arabischen Halbinsel, traditionell sehr enge Parteigänger des Westens, beginnen eigene Wege zu gehen. Mit ihrer Weigerung, sich an den Russland-Sanktionen zu beteiligen, widersetzen sich erstmals beinahe alle Länder Asiens, Afrikas sowie Lateinamerikas einer zentralen weltpolitischen Forderung des Westens. Dagegen setzt der Westen alles daran, seine Dominanz neu zu festigen und insbesondere Chinas Aufstieg mit einem anschwellenden Wirtschaftskrieg sowie mit militärischen Drohgebärden zu bremsen. Die Kriegsgefahr ist so massiv wie schon lange nicht mehr. “Eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents”, so hat Bundeskanzler Olaf Scholz den russischen Angriff auf die Ukraine charakterisiert. Jörg Kronauer nimmt die Vorgeschichte des Krieges und stellt ihn in den Kontext der globalen Machtkämpfe.

Jörg Kronauer ist Soziologe, freier Journalist und Buchautor. Lebt in London. Redaktionsmitglied von “German Foreign Policy -Informationen zur deutschen Außenpolitik”. Hier geht es zur Website von German Foreign Policy
Buchveröffentlichungen: „Der Aufmarsch – Vorgeschichte zum Krieg. Russland, China und der Westen“; “Der Rivale – Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens“.

Veranstalter: Ulmer Netz für eine andere Welt e. V.

Importiert von https://wechange.de/group/forum/event/das-ende-der-westlichen-dominanz/