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Date(s) - 14/04/2026 - 15/04/2026
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2012 wurden das erste mal im Hambacher Forst 2 Bäume besetzt. Seitdem ist die Waldbesetzung immer wieder geräumt worden, das letzte mal Ende 2018. Doch nach jeder Räumung kamen wir zurück. Mit mehr Strukturen, mehr Menschen, und mehr Erfahrung.

Die aktuellen Siedlungen sind sowohl im Westen als auch im Osten des Waldes.

Die meisten Baumhäuser befinden sich in Baumhausdörfern, das heißt, dass mehrere Bäume in der Luft durch Walkways verbunden sind. Wenn die Baumhäuser winterfest gebaut werden, können sie das ganze Jahr über bewohnt werden.

Oben in den Wipfeln der Bäume einzuschlafen und aufzuwachen ist natürlich wunderschön. Trotzdem gibt es natürlich auch einen Strategischen Grund, wieso es so viele Baumhäuser bei uns gibt.

Baumhäuser sind schwierig zu räumen. Schon ab einer Höhe von 2,50, müssen speziel ausgebildete Cops geholt werden, und je höher die Häuser, desdo schwieriger wird es. Dann müssen speziele Klettereinheiten angefordert und schweeres Gerät wie Hebebühnen angekarrt werden. Das kann eine Räumung sehr in die Länge ziehen.

Doch natürlich gibt es auch noch viele ander Taktiken um eine Räumung in die länge zu ziehen. Über Lock-ons (schweere Betonblöcke in denen sich festgekettet wird), über Tunnelsysteme, rechtlichen Schritten, grossen Sitzblokaden, Sabotageaktionen, Demos, Clowning, und die Cops sonst wie ärgern, war immer viel dabei.

Akutuell (Stand Februar 2023) rechnen wir zwar nicht mit einer Räumung, aber hier sind wir immernoch.

Einmal, da wir der Politik nicht voll vertauen, zu ihren Entscheidungen zu stehen, denn der politische Wind kann sich immer wieder drehen. Hier zu bleiben, hält einen politischen Druck aufrecht.

Aber auch, da vielen Menschen dieser Ort zum Zuhause geworden ist.

Ein Ort des Widerstandes, an dem sich organisiert, Utopien gelebt und ausprobiert werden können.

Wir leben in diesem Wald, direkt an der Kante zum Tagebau, der den Wald alleine dadurch langsam umbringt, dass er ihm das Wasser entzieht.

Diese Grube ist ein Alltäglicher reminder daran, wogegen wir kämpfen, wogegen wir uns hier organisieren. Und daran dass es um so viel mehr geht als um diesen Wald.

Der Hambacher Forst ist ein Ort des Widerstandes, gegen unsere Ausbeuterische Klimapolitik Weltweit. Gegen das Kapitalistische System, das in sich auf der weiterführung Kolonialistischer Ausbeutungssysteme beruht.

Wir leben in diesem Wald, und er ist vielen von uns ein Zuhause geworden, aber es geht um so viel mehr!

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