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Date(s) - 05/08/2026 - 06/08/2026
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CN: Hinrichtung

„Wenn man bedenkt, wie jung wir sind, so kann man nicht an den Tod glauben. Mir scheint manchmal alles nur wie ein schlechter Traum, aus dem ich jeden Moment erwachen muss. Leider ist es die rauhe Wirklichkeit.“ Diese Zeilen schreibt die 19-jährige Liane Berkowitz am 28. Februar 1943 aus der Haftanstalt Plötzensee an ihre Mutter. Das NS-Reichskriegsgericht hat die hochschwangere junge Frau gerade wegen „Beihilfe zur Vorbereitung des Hochverrats“ zum Tode verurteilt.

Am 5. August 1943, zwei Tage vor ihrem 20. Geburtstag, wird Liane Berkowitz in der Haftanstalt Plötzensee mit dem Fallbeil geköpft. Die Prozedur dauert gerade mal wenige Sekunden. Weitere zwölf Frauen und zwei Männer sterben an diesem Abend. Während der NS-Zeit wurden in Plötzensee fast 2.900 Menschen hingerichtet. Nur wenige Tage, bevor die Rote Armee am 25. April 1945 das Gefängnis befreite, wurden noch Todesurteile vollstreckt. Der Hinrichtungsraum ist heute Teil einer kleinen Gedenkstätte – neben der Justizvollzugsanstalt, die noch immer in Betrieb ist.

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