Wir bringen einen nachhaltigen Konsum in die Breite bzw. zu den Menschen! Deutschlandweit ist die Kartevonmorgen.org bereits als Orientierungshilfe für einen klimaentlastenden Lebensstil bekannt. In über 40 Pilot-Kommunen wird die Karte als Verzeichnis der Wandel-Initiativen oder als regionaler Einkaufsführer genutzt und liegt zum Teil auch analog als Stadtplan aus. Im Rahmen der “Förderung innovativer Klimaschutzprojekte” des Bundesumweltministeriums soll dieses Erfolgskonzept bis 2024 professionalisiert und ausgeweitet werden, um Bürger*innen in weiteren 100 Regionen zu erreichen und es ihnen zu vereinfachen, ihren Beitrag zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes im Alltag zu leisten.

Aktuelles:

  • Sept. 2020: Wir haben fristgerecht unsere Projektskizze für innovativen Klimaschutz beim Bundesumweltministerium (BMU) eingereicht und dabei für deine Stadt vorgesorgt: Damit auch bei dir die Wandelbewegung, Do-it-Yourself Projekte und klimafreundliche Einkaufsmöglichkeiten sichtbar werden, bekommst du 7000 € als unkomplizierte Unterstützung, wenn du deine Stadt auf der Kartevonmorgen.org kartierst und lokal verbreitest!
  • März 2021: Vielen Dank für die vielen Letters of Intends (LoI) der lokalen und thematischen Partner. Das BMU hat unsere Skizze interessant gefunden!
  • Anfang Juni haben wir den Vollantrag eingereicht und darin nicht nur alle Treffen der nächsten drei Jahre sondern auch über 100 Partnerstädte genannt, die gerne mitwirken würden. Dazu gab es eine Hand voll Infowebinare zum Projekt für interessierte Gruppen.
    • Nicht alle regionalen Partner stehen schon fest, da oftmals die Zeit für eine intensive Potentialanalyse vor Ort fehlt. Die finale Entscheidung über die Partner treffen die Projektpartner (GWÖ, Transition-Initiativen, rehab-republic, TU-Berlin und Ideen³) zu Projektbeginn.
  • Jetzt Spenden: Zusammen akquirieren wir 10% Eigenmittel, pro Region gerechnet wären das rund 2000 €
    •     Ideen hoch drei e.V.
    •     IBAN: DE05 4306 0967 4031 0759 00
    •     BIC-Code: GENODEM1GLS GLS Bank
    •     Verwendungszweck: Karte von morgen
  • Frühestens ab Oktober 2021 liegt die Bewilligung des ausführlichen Antrags vor, und die Finanzierung wäre gesichert. Wenn du überlegst, selbst dieses Projekt in deiner Kommune an zu stoßen, solltest du weiterlesen und unserem Teamroom auf wechange beitreten, wo regelmäßig Updates gepostet werden.

100 Regionalredaktionen für Wandel-Karten gesucht

Ideen³ e.V., die Transition-Town Initiativen und die Gemeinwohl-Ökonomie wurden 2020 alle 10 Jahre alt und haben zusammen einen großen Förderantrag beim Umweltministerium eingereicht für innovativen Klimaschutz mit der Karte von morgen: Wir wollen 1 Mio. Wandel-Karten in 100 Städten oder Dörfern online erstellen, drucken und dann verbreiten, um zu zeigen, welche Transformations- und Konsumalternativen inzwischen überall verfügbar sind. Mit diesen Wandel-Karten können durch eine vernetzte Nachbarschaft und einen grünen Konsum (vegetarisch, plastikfrei, regional, und wiederverwendet bzw. ausgeliehen) rechnerisch pro Stadt über 1.000 tCO2 eingespart werden was deutschlandweit 100.000 tCO2 bedeutet (so viel CO2 wie etwa 700 Autos im Jahr ausstoßen).

Warum fördert das BMU uns?

Es geht um Klimaschutz und wie wir bis 2050 ein klimaneutrales Deutschland erreichen. Hier sucht die Bundesregierung innovative Lösungen und möchte sie fördern. Durch die Ausrichtung nach regionalem, verpackungsfreien, wiederverwenbaren und besonders fleischreduzierten Konsum wurden in den letzten 5 Jahren bereits knapp 20.000 t CO2 eingespart, in dem transformative Initiativen und nachhaltige Unternehmen auf der Karte von morgen in 20 Regionen kartiert wurden und diese Karten dann zielgerichtet Verbreitung fanden. Wir wollen weitere 100 Regionalredaktionen zur Vernetzung und Verbreitung eines klimafitten Lebensstils in den nächsten 3 Jahren aufbauen. Alles weitere zur Berechnung der Treibhausgaseinsparungen:

Die 4 Hebel des Konsums

Mit der Karte von morgen wollen wir pro Stadt über 2 Jahre 500 – 1.000 tCO2äq einsparen. (Zum Vergleich, der durchschnittliche ökologische Fußabdruck in Deutschland liegt pro Person bei 11 tCO2äq/Jahr.) In ländlichen Gegenden können Dörfer zusammengefasst werden, bzw. in Großstädten gibt es eine Regionalredaktion pro Stadtteil. Dazu wollen wir folgende vier Handlungsmöglichkeiten mit unterschiedlichem Einsparungspotential in jeder Stadt aufgreifen:

  1. Verpackungsfrei(er) und plastikarm leben (5%)
  2. Kleidertausch, Second-Hand, reparieren und Sharing Economy (Lastenräder, Carsharing, Bürgerbusse) (10%)
  3. Regionale, biologische und saisonale Lebensmittel (20%)
  4. Stark reduzierter Fleischkonsum (65%)

Diese Auflistung ist nicht ausschließend gemeint, nur als Fokus Orientierung. Besonders wichtig wären zusätzlich noch alle Arten der sozial-ökologischen Initiativen, die ein soziales Umfeld von morgen ermöglichen, um durch soziale Bestätigung auch langfristig ein erfülltes, nachhaltiges Leben zu führen.

Was machen Regionalredaktionen

Im Grunde ist jede Regionalredaktion frei in der Reihenfolge und Herangehensweise, jedoch sollten alle 4 Themen angesprochen werden, um das volle Treibhausgas-Einsparungspotential durch die Karte zu nutzen. Wir schlagen den Redaktionen die oben genannte Reihenfolge vor, wobei für jedes Thema ein Quartal zur Verfügung steht. Ganz am Ende des Jahres steht dann die fertige gedruckte Karten zu allen Themen.

Alles beginnt mit dem Thema Plastikarm, wozu der Projektpartner rehab-republic professionell berät. In den ersten Wochen startet ihr einen Aufruf unter den Nachhaltigkeitsinitiativen und Aktivisti in dem Bereich, alles zu kartieren, was sie kennen. Dazu bietet ihr ein Webinar an oder sogar ein Livetreffen, auf dem wir mit euch die Karte und das Projekt vorstellen. So langsam beginnt auch eure social-media Aktivität, wo ihr aus dem Projektalltag berichtet und die Themen Stück für Stück verbreitet. Am Ende des Quartals veröffentlicht ihr ein Zeitungsbericht mit lokalen Fotos und der Verpackungsfrei-Karte in der regionalen Presse. Textvorlage etc. bekommt ihr von uns.

Jetzt seid ihr schon etwas in Übung und nehmt euch das nächste Thema vor, wobei ihr wieder erst in der “Nachhaltigkeitsblase” das kollektive Wissen sammeln und es am Ende des Quartals wieder öffentlich verfügbar macht.

Inzwischen kennen euch die RedakteurInnen der lokalen Presse, der/die BürgermeisterIn und auch die lokalen Unternehmen wissen, wie relevant ihr seid. Mit jedem Thema werden eure Netzwerke besser, sodass ihr am Ende auch das Thema fleischreduzierte Ernährung hip und breit verbreiten könnt.

Und ganz zum Schluss kommt die vollständige Karte zu allen Themen, die dann in Papierform ausgelegt wird. Und mit den ganzen Netzwerken und eurer Relevanz werden schon in zwei Jahren Unternehmen und die Stadtverwaltung die Neuauflage der Karte finanzieren…

In den nächsten drei Jahren können 100 Kommunen/ Städte/ Dörfer/ Regionen für 6 Monate bis 1 Jahr von dieser Kooperation profitieren und ihre Umgebung kartieren und vernetzen. Der Kartenflyer wird strategisch sinnvoll an 10.000 BürgerInnen verteilt und durch den Aufbau von Online-Kanälen wie Newslettern werden nochmal so viele für die online-Karte und App erreicht.

Aufgaben der Regionalredaktionen:

  1. Kartierung: Onlinekartierung von Initiativen, Unternehmen und Veranstaltungen, die sich für einen nachhaltigen Wandel einsetzen. Geht auch als Crowdaktion (Mapathon) wo viele mithelfen…
  2. Vernetzung: Informelle Netzwerke bilden und Stakeholder zusammen bringen, um Synergien zu ermöglichen.
  3. Verbreitung: Lokale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu den vier Handlungsmöglichkeiten (s.o.) machen, größtenteils online in den sozialen Medien (ca. ein Post pro Woche), die immer wieder auf die digitale Karte verlinken.
  4. Karte drucken: Die gedruckte Karte lokal an mind. 10.000 Menschen verbreiten und bekannt machen, z.B. in dem sie als A3-Flyer gedruckt und strategisch sinnvoll ausgelegt wird.
  5. Kofinanzierung: Mit einem kleinen Fundraising von 2.000 € muss sich jede Regionalgruppe bzw. Kommune mit einem Eigenanteil beteiligen. Auch regionalen Unternehmen und Spenden von Bürger*innen können dazu beitragen. Der Eigenmittelbetrag sollte schon im Mai 2021 auf dem Konto von Ideen³ sein. Hier ist der Überblick zum Spendenstand.

Unterstützung für Regionalredaktionen

Ein erfahrenes Team von “Einmal ohne, bitte“, der Gemeinwohl-Ökonomie, den Transition-Town-Initiativen, FairNETZt-Lörrach, der TU-Berlin und der Karte von morgen schult und unterstützt dich in allen Bereichen, mit:

  1. Kartierungsschulungen zum Einstieg, wie du die Karte online und kollaborativ erstellst
  2. Vernetzungsstrategien, um eine starke, lokale Wandelbewegung auf zu bauen
  3. Pressetexten, Bildern, Social-Media Vorlagen und regionalen Verbreitungsstrategien
  4. Designvorschlägen und Kartenerstellungstipps (Das druckfertige Karten-PDF erstellen wir für euch!)
  5. 7000 € Startbudget (davon 6000€ für ein Minijob bzw. Honorarkosten und 1000€ für Druckkosten von Karte und Aufkleber)

Wie kann ich mitmachen?

Vielen herzlichen Dank für deine Unterstützung!

eure Imke (Makers4Humanity und Transition Town Frankfurt), euer Helmut (Team der Karte von morgen) und das Antragsbündnis:

Projektpartnernetzwerk

Diese Initiativen, Netzwerke und regionalen Partner sind bei der #KlimafitKarte bereits dabei:

Auswahl: Alle Klimafitkarten-UnterstützerInnen | Klimafitkarten Regionalredaktionen | Klimafit-GWÖ-Regionalgruppen


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. Hinweis: Änderungen auf dieser Karte werden nicht sofort sichtbar, sondern müssen von uns erst freigeschaltet werden.

Liste der beteiligten Regionen | PDF-Download

FAQ

Ich möchte mitmachen, aber in meiner Region gibt es schon eine Initiative?!

Dann nimm Kontakt auf und Frage was der Stand ist. Dann habt ihr zwei Optionen:

  1. Oftmals können sich Gemeinwohl-Ökonomie-Gruppen, Transition-Initiativen, Verpackungsfrei-, Klima- und sonstige Projekte sehr gut ergänzen und ihre Ortskenntnis als auch ihre persönlichen Netzwerke zusammenlegen und sich die Arbeit als auch die Förderung aufteilen. (Z.B. nach den 4 Themenfeldern). D.h. ihr teilt euch eure Region Thematisch auf.
  2. Wenn eure Region/ Stadt etwas größer ist (mehr als 200.000 Einwohner) bzw. sehr viel nachhaltige Angebote gibt (mehr als 200) sodass ihr nicht nur 10.000 Karten sondern sogar 20.000 Karten drucken könnt, dann macht es Sinn die Region oder Stadt in Stadtteile auf zu teilen. Bspw. könnte es in Berlin allein mindestens 5 unabhängige Gruppen geben, die dann auch jeweils 7000€ Förderung bekommen.
    • Ist eure Stadt zu klein für 20.000 Karten, bzw. es gibt auch einfach nicht viel mehr als 100 Projekte und Unternehmen, dann könnt ihr euch eure Region natürlich trotzdem aufteilen, und jeweils 5.000 Karten drucken. Bekommt dann entsprechend nur 3500 € Förderung.

Ich finde das persönlich toll! Hier gibt es aber noch keine Initiative?!

Du kannst auch als Privatperson die Verantwortung alleine übernehmen und während dem Erstellungsprozess der Karte erst ein Netzwerk und eine lokale Initiative aufbauen. Dabei helfen wir dir. Am Ende muss aber eine öffentliche Initiative stehen und du brauchst zum Verteilen auf jeden Fall eine gewisse “Fanbase” von 10 MitstreiterInnen.

Was passiert, wenn wir keine 80 Eintragungen zusammen sammeln können?

Bei weniger als 60 Einträge lohnt sich die Karte nicht so richtig. Dann wäre es gut, noch mehr von der Umgebung oder Nachbargemeinden mit auf zu nehmen, oder noch Projekte und Initiativen zu gründen. Alternativ wäre die Lösung sich die gesamte Förderung mit einer anderen Gruppe, z.B. aus einer Kleinstadt in der Umgebung zu teilen, dann braucht ihr nur halb so viele Einträge, nur halb so viele Spenden, druckt nur halb so viel Karten und habt halt nur die Hälfte der Förderung. Aber dafür erreicht ihr gemeinsam 5000 Menschen in zwei Regionen.

Muss die Papierkarte gedruckt werden – Papierkarte wird in unserer Gruppe auch ökologischen Gründen kritisch gesehen?

Wenn die Papierkarte strategisch sinnvoll verteilt wird und lange genutzt wird, ist ihre Ökobilanz kaum schlechter als die Online-Plattform mit App. Besonders ist ja die Frage, wie wir ohne Papierkarte so viele Menschen erreichen?! Wenn ihr dazu gute Ideen habt, dann geht das gut. Aber Facebook, Instagram oder Google-Werbung etc. ist kaum nachhaltiger und Plakate-Drucken auch nicht. Also, um Familien mit Kindern, Rentner etc. zu erreichen, ist etwas haptisches, was in Läden ausliegt und in Schulen und Vereinen weitergereicht werden kann, einfach super. Aber wenn die Regionalzeitung die Karte in ihrer Zeitung groß abdruckt und an 50.000 Menschen verteilt, sollte das auch reichen. Zielmarke ist 10.000 Menschen zu erreichen, wie ihr das schafft, darin seid ihr ganz frei.

Offizielle Projekt-Zusammenfassung

Unvollständige und schwer auffindbare Informationen zu möglichen klimafreundlichen Konsumroutinen sind maßgebliche Hemmnisse für Verbraucher*innen. Die digitale “Karte von morgen” vereinfacht und ermöglicht informierte Kaufentscheidungen. Alle können klimafreundliche Alternativen in ihrer Region entdecken und die Hebelwirkung von lokalem Konsum potenzieren.

Wirkungsschema des Projektes: 1. Entwicklung von Schnittstellen zum Import qualitativer Nachhaltigkeits-Daten in die Karte, 2. Kartierung der Städte, 3. Vernetzung der lokalen Bewegungen, 4. Nachhaltigkeitsszene wächst, 5. Klimabelastung sinkt dank nachhaltigem Konsum.

Unser Vorhaben mindert Unsicherheiten der KonsumentInnen hinsichtlich der Klimawirkung ihrer Kaufentscheidungen, indem durch technische Schnittstellen zu mind. 10 verifizierten Datenquellen (z.B. Prüfsiegel von Ökoverbänden, GWÖ-Zertifizierungen) eine verlässliche Entscheidungsgrundlage geschaffen wird.

Zur bundesweiten Verbreitung werden hier die nachhaltigen Angebote in 100 Städten, Gemeinden und Regionen erfasst und mit der „Karte von morgen“ digital und als Print publiziert. Nach Vorhabenende werden die Projekte von qualifizierten lokalen Partnern eigenständig weitergeführt.

Durch veränderte Konsumroutinen werden über die Wirkdauer der Maßnahmen kumulierte THG-Einsparung in Höhe von mindestens 110.000 tCO2äq allein im Projektzeitraum induziert. Zudem werden Strukturen, Handlungs- und Konsumroutinen etabliert, die über den Vorhabenzeitraum hinaus wirken und auch die langfristigen Ziele der Bundesregierung zur Klimaneutralität 2050 unterstützen.

Weiterführende Infos

Artikel erstmalig veröffentlicht am 31.3.2020